Mental Karriere machen
Ein Tabu im Business-Alltag
Karriere findet auch im Kopf statt, nicht nur auf dem Papier !
Zitat
„Es ist souverän, das Richtige im Kleinen zu tun – weil es im Großen die Dynamik bestimmt.“
(Jonathan Sprungk)
DAS BANALSTE „NEIN“ MEINES LEBENS
Heute habe ich etwas gemacht, das für Außenstehende wie eine winzige Sache klingt: eine Aufgabe abgelehnt und dorthin delegiert, wo die Zuständigkeit und Verantwortung liegen.
Damit habe ich die tatsächlich zuständige Person an ihre Verantwortung erinnert und mich gleichzeitig davor geschützt, in diesem und zukünftigen Fällen, Aufgaben zu übernehmen, die von zuständiger Seite nicht wahrgenommen werden.
Für mich war das ein großer Schritt und fast einer der größten persönlichen Durchbrüche in den fast eineinhalb Jahren, in denen ich bei diesem Auftraggeber arbeite.
Warum war dieses Ereignis ein Durchbruch für mich?
Weil ich in diesem Kontext erstmals mein eingefahrenes Muster durchbrochen habe, für meine Standards eingestanden bin und damit solchen Dynamiken Grenzen gesetzt habe.
Mein toxisches Verhaltensmuster
Was war bisher mein Muster? Früher habe ich in solchen Situationen oft einfach zugeschaut. Die Aufgabe lag eigentlich bei jemand anderem, die Verantwortung wurde nicht übernommen – und ich saß frustriert und außer mir vor Wut da. Ich habe es hingenommen, aus Angst vor Konflikten und scheinbare Anerkennung. Diese Muster haben mir emotional und mental extrem geschadet.
In diesem und anderen Kontexten stecke ich seit Jahren in solchen Mustern und Dynamiken fest.
Das Ergebnis davon sind so viel angestaute Wut und Frust, dass es mich bis heute fast vergiftet und krank gemacht hat.
Oft habe ich von solchen Situationen triggern lassen, aus Frust zu essen.
Meine Reaktion im Kontext war trotzdem – klar, sachlich und professionell, aber eindeutig.
Und im Nachgang habe ich mich sofort sehr erleichtert gefühlt, weil ich mich davor bewahrt habe, vor Wut die Wände hochzugehen, indem ich etwas ausgesprochen habe, was mir generell wichtig ist.
Außerdem habe ich damit Grenzen gesetzt und im Sinne der souveränen Verantwortung andere an ihre Verantwortung erinnert.
Einfach fühlt sich anders an …
Aus 2 Gründen war es in dieser Situation besonders schwierig für mich souverän verantwortlich zu handeln:
– Die Kollegin, die mir die Aufgabe gerne übertragen wollte, ist besonders nett und mir sehr sympathisch
– Die Aufgabe, um die es ging, war easy, schnell zu erledigen und trivial
Und hier wird es tückisch, denn für mich stand Anerkennung auf dem Spiel und als „kleinlich“ „unhilfsbereit“ oder „pedantisch“ wahrgenommen zu werden.
Und genau hier liegt der Knackpunkt, denn heute ist es diese Mini-Aufgabe, morgen ein anderes To-do, und schwupps bin ich in Aufgaben involviert, für die ich gar nicht zuständig bin.
Zuständigkeiten verschwimmen genau bei den „Kleinigkeiten“. Wenn man da nicht klar bleibt, sammelt sich das an. Und es geht nicht darum, ob ich eine Aufgabe übernehmen kann, sondern darum, ob ich sollte.
Ich bin also nicht kleinlich, sondern konsequent.
Hätte ich dieses Jahr den Workshop mit Jonathan Sprungk zur Souveränen Verantwortung nicht mitgemacht. Bei mir haben die Inhalte sofort angefangen zu wirken und ich konnte endlich sehen, wo nicht souverän verantwortlich gehandelt wird.
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